Was bedeutet Fermentieren?
Was bedeutet Fermentieren?
Was bedeutet Fermentieren? Lebensmittel für längere Zeit haltbar zu machen und zusätzlich die gesunden Inhaltsstoffe zu erhalten, wird durch das Fermentieren erreicht. Nahezu jedes Obst, viele Gemüse und noch so einiges mehr lassen sich einfach fermentieren. Hast du zum Beispiel schon einmal Champignons fermentiert?
Weichere Obst- oder Gemüse zerfallen allerdings und wer nicht aufpasst, stellt am Ende versehentlich Met her. Bakterien sorgen dafür, dass Zucker zu Säure oder zu Alkohol transformiert wird. Der Gärungsprozess verwandelt das zu fermentierende Lebensmittel in jedem Fall in eine hervorragende Geschmackskomposition, die du dir nicht entgehen lassen solltest.
Du erhältst hierbei zusätzlich wertvolle Inhaltsstoffe, die deiner Gesundheit zuträglich sein können, denn diese gehen beim Fermentationsprozess nicht verloren. Was bedeutet Fermentieren und weshalb hat es viele Vorteile? Antworten auf diese und weitere Fragen geben wir dir im folgenden Beitrag.
Was bedeutet Fermentieren: Eine Definition
Ursprünglich aus dem lateinischen Wort „fermentum“ (dieses Wort steht für Gärung), wurde das Wort Fermentieren abgeleitet. Weitreichend bekannt ist hierzulande die sogenannte “wilde Fermentation”, bei der durch den Einsatz von Milchsäurebakterien verschiedene Lebensmittel auf natürlicher Basis haltbar gemacht werden.
Das beste und bestimmt berühmteste Beispiel hierfür ist das Weißkraut. Dieses wird traditionell mit Salz und etwas Wasser in einem gut verschlossenen Behälter gärt und dadurch jahrelang haltbar gemacht. Viele von uns haben sicherlich schon einmal die Oma oder eine Tante dabei beobachtet, wie sie diesen Prozess durchgeführt hat. Was bedeutet Fermentieren für dich? Weckt es vielleicht Erinnerungen an Kindheitstage oder hast du noch nie davon gehört? In jedem Fall solltest du es einmal selbst ausprobieren.
Das Wichtigste beim Gärungsprozess ist der absolut dichte Behälter, um keinen Sauerstoff in das Gefäß kommen zu lassen, da sonst die Gärung nicht funktionieren kann. Kommt Sauerstoff zu dem Gärgut, können sich schlechte Bakterien, damit sind Hefebakterien gemeint, ansiedeln und das Gärgut zum Faulen bringen. Zu dem Thema “Was bedeutet Fermentieren”, hat sich schon vor vielen Jahren Louis Pasteur geäußert, der den Fermentationsprozess als das Leben ohne Luft bezeichnet hat.
In der heutigen Zeit besteht bereits die Möglichkeit, die Fermentier-Prozesse mancher Lebensmittel zu beeinflussen. Durch die Zugabe besonderer Bakterien, biologischer Zellkulturen oder von Pilzen sowie Enzymen kann der Fermentierungsprozess beeinflusst werden. Diese Umwandlung durch probiotische Bakterien und Pilze trägt zur Erhaltung und Verbesserung der Nährstoffe bei und fördert die Aufnahme von Nährstoffen im Körper.
Was passiert beim Fermentieren mit den Nahrungsmitteln?
Durch das Fermentieren werden die in den Lebensmitteln enthaltenen Kohlehydrate zersetzt. Während dieses Vorganges entsteht der wichtigste Faktor der Fermentation. Die Säure entsteht und tötet alle Bakterien, die das Lebensmittel andernfalls verdorben hätte. Die Fermentation und die entstehenden Säuren sorgen dafür, dass das Lebensmittel über viele Monate haltbar bleibt und Bakterien keine Chance haben, das Lebensmittel zu befallen.
Warum wird Fermentieren heute noch durchgeführt?
Was bedeutet Fermentieren heute und was bedeutete es früher? In der Vergangenheit war es so, dass es keine ausgefeilte Kühltechnologie gab und Lebensmittel ohne Strom haltbar gemacht werden mussten. Durch Fermentation konnten Lebensmittel für einen langen Winter haltbar gemacht werden, um eine Familie zu ernähren. Es ging also darum, zu überleben und den Körper mit den benötigten Inhaltsstoffen der fermentierten Lebensmittel zu versorgen. Stark und kräftig zu sein war in früherer Zeit viel wichtiger als es heute ist.
Heutzutage spielt die Haltbarkeit ebenfalls eine Rolle, wobei jedoch auch der spezielle Geschmack von fermentierten Lebensmitteln dazu beiträgt, diese Weise des Haltbarmachens durchzuführen. Zwar gibt es Kühl- und Gefrierschränke, doch Fermentiertes schmeckt einfach anders. Ob nun aus nostalgischen Gründen, des Geschmacks wegen oder einfach, um es einfach einmal auszuprobieren, das Fermentieren eignet sich für jeden. Entdecke mehr über Methoden und Rezepte in unserem Artikel.
Weitere Gründe für das Fermentieren
Die Bildung von besonderen Aromen, die nur durch das Fermentieren entstehen wie zum Beispiel bei Sojasoße, ist sicherlich jedem bekannt. Doch warum fermentiert man noch? Beispielsweise wird der Fermentationsprozess eingesetzt, um traditionelle Lebensmittel wie Kimchi, Sauerkraut oder Tempeh herzustellen. Hast du gewusst, dass Sauerkraut ohne den Fermentationsprozess nicht existieren würde?
Auch um Alkoholika zu erzeugen (Whisky, Bier oder auch Wein), ist das Fermentieren überaus wichtig. Die Gärprozesse sorgen für die Entstehung von Alkohol und erzeugen den besonderen Geschmack dieser Getränke.
Was bedeutet Fermentieren für unsere tägliche Ernährung? Denke einmal daran, wie der Supermarkt oder der Bauernladen ohne Käse, Joghurt und Co. aussehen würden.
Wie erfolgt Fermentieren?
Die Frage “Was bedeutet Fermentieren?” wurde bereits geklärt, doch wie erfolgt das Fermentieren? Zum Fermentieren benötigt man Salzlake und das gewählte Nahrungsmittel. Besonders geeignet sind Lebensmittel, die Milchsäurebakterien aufweisen. So zum Beispiel Paprika, Möhren, Tomaten, Rote Bete, Bohnen, Erdbeeren, Kürbis oder Weißkohl.
Zum Fermentieren benötigt man:
- 1,5 % Salz
- Wasser
- ein gut verschließbares Gefäß wie zum Beispiel ein dieses hier
- ein Gewicht zum Beschweren
Die Zubereitung
- Das vorbereitete Gefäß gründlich reinigen
- Das gewählte Gemüse vorbereiten. Hierfür das Gemüse gut reinigen und klein schneiden, hobeln oder raspeln.
- Das zerkleinerte Gemüse kommt danach in das vorbereitete Gefäß.
- Die Salzlake wird gut vermischt
- Die Salzlake wird über das zerkleinerte Gemüse gegossen. Hierbei gilt es darauf zu achten, dass das Gemüse gut bedeckt ist und noch Freiraum zum Rand besteht. Achtung! Es darf kein Stückchen aus der Lake herausragen, denn dies begünstigt die Bildung von Hefebakterien. Das Gemüse kann dann faulig werden. Dementsprechend solle ein Gewicht zum Beschweren genutzt werden.
- Das Gefäß wird danach gut verschlossen und bei Raumtemperatur gelagert.
Durch die Zugabe von Kräutern oder Gewürzen lassen sich außerdem verschiedene geschmacklich großartige Geschmacksrichtungen erstellen.
Die Vorteile der Fermentation
Was bedeutet Fermentieren und auch die Frage, wie es funktioniert, wurde in diesem Beitrag erklärt. Die Fermentation bietet jedoch einige Vorteile, die nicht vergessen werden möchten. Sicherlich ist hier an Stelle des Haltbarmachen zu erwähnen. An zweiter Stelle ist zu sagen, dass durch das Fermentieren die Darmflora positiv beeinflusst wird. Die Darmbakterien können sich besser vermehren, was wiederum dazu führt, dass der Organismus sich besser fühlt. Und nicht nur das, durch die Verbesserung der Darmflora werden ebenfalls die Aufnahme von Nährstoffen und die Verdauung verbessert.
Des Weiteren entstehen durch den Fermentierungsprozess Vitamine, die nur in sehr geringem Anteil in nicht fermentierten Lebensmitteln vorhanden sind. Eines dieser Vitamine ist das Vitamin K, welches für die Herzgesundheit und den Knochenbau sehr wichtig ist. Die Immunabwehr eines Menschen befindet sich zum größten Teil im Darm. Durch ausgewogene Ernährung und mithilfe von fermentierten Lebensmitteln kann die Gesundheit positiv beeinflusst werden. Es kann daher gesagt werden, das fermentierte Lebensmittel wie zum Beispiel Sauerkraut oder Kimchi dazu beitragen, die Darmflora zu stärken und das Immunsystem zu unterstützen.
Fermentieren ist besser als einkochen oder einfrieren
Durch das Fermentieren werden Lebensmittel konserviert, ohne Hitze ausgesetzt zu werden. Mineralstoffe, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe, die eine positive Wirkung auf den Organismus haben, bleiben dadurch bestehen. Die Milchsäurebakterien, die beim Fermentationsprozess entstehen, unterstützen den Darm und stärken ihn.
Fermentieren mit und ohne Strom
Was bedeutet Fermentieren mit und ohne Strom? Die Möglichkeiten, deine Lebensmittel zu fermentieren, sind unendlich. Entweder ganz klassisch, ohne Energieaufwand, sehr modern oder eine Mischung aus beidem. Jede der Möglichkeiten hat ihre Vor- und Nachteile und am besten probierst du einfach aus, welche Methode dir besser gefällt.
Die altbewährte Methode:
Das Fermentieren von Lebensmitteln kann ohne Energieaufwand wie zum Beispiel kochen oder kühlen durchgeführt werden, wodurch zusätzlich keine Energie aufgewendet werden muss.
Die moderne Methode:
Ganz modern und mit Strom fermentieren klappt natürlich auch. Der Thermomix zum Beispiel hat bereits Einzug in zahlreiche Haushalte gehalten. Die neuen Modelle verfügen über eine spezielle Funktion, extra zum Fermentieren. Was aber davon halten erklären wir dir hier!
Fazit
Was bedeutet Fermentieren wurde hier kurz und übersichtlich erklärt und der Selbstversuch kann gestartet werden. Beim Fermentationsprozess wird durch Milchsäurebakterien ein Gärungsprozess in Gang gesetzt. Dieser verleiht Lebensmitteln einen besonderen Geschmack und macht sie außerdem länger haltbar.
Sicherlich ist der erste Versuch der Fermentation von Lebensmitteln mit einigen Gedanken verbunden. So zum Beispiel der Gedanke, ob man wirklich alles richtig gemacht hat. In diesem Punkt ist sehr schnell zu bemerken, ob der Fermentationsprozess funktioniert hat oder nicht. Hat er nicht funktioniert und es ist etwas falsch gelaufen, so wird man dies innerhalb kurzer Zeit durch einen unangenehmen Geruch feststellen können.
Außerdem haben wir folgende Fragen geklärt:
- Was bedeutet Fermentieren früher und heute?
- Was bedeutet Fermentieren für dich?
- Was bedeutet Fermentieren für den Darm?
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2 Antworten
Hallo, Maria und Marco,
vielen Dank für den interessanten Blog Beitrag.
Ich habe gelesen, dass bei der Fermentation Säuren entstehen. Meine Frage dazu: werden fermentierte Gemüse oder Obst nun basisch oder sauer verstoffwechselt?
Danke für eure Antwort!
Liebe Susanne,
fermentiertes Gemüse wird basisch verstoffwechselt.
Liebe Grüße
Maria & Marco