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Fermentierte scharfe Soße ist besser – Wissenswertes rund um Fermentation

Fermentierte scharfe Soße ist besser – Wissenswertes rund um Fermentation

Fermentierte scharfe Soße ist besser – Wissenswertes rund um Fermentation

Nachdem wir dich beim letzten Mal auf eine spannende Reise durch die faszinierende Welt der Fermentation mitgenommen haben und dir erklärt haben, warum Fermentation im Schraubglas keinen Sinn macht, wollen wir uns heute der Fermentation von scharfer Soße widmen und dir zeigen, dass fermentierte scharfe Soße einfach besser ist als herkömmliche.

In unserem heutigen Blogbeitrag wollen wir dir ein tolles und mega schmackhaftes Rezept zu fermentierter scharfer Soße vorstellen und dich so in eine Welt voller exotischer Geschmäcker entführen. Zudem wirst du einige interessante Fakten über den Fermentationsprozess an sich lernen. Also seid gespannt und freu dich aufs Selbstausprobieren! Du wirst sehen, fermentierte scharfe Soße leckerer ist und alles toppt!

Was ist Fermentation überhaupt?


Fermentation ist ein absolut natürlicher Prozess. Hier leisten Mikroorganismen wie Bakterien, Hefen und Pilze die meiste Arbeit. Sie „bauen“ Speisen und Lebensmittel in einer kontrollierten Umgebung um, um diese haltbar zu machen und den Geschmack sowie die Textur zu verändern. Der Prozess der Fermentation führt zu einer Vielzahl von Veränderungen der so behandelten Lebensmittel.

Doch nicht nur Geschmack und Textur werden verändert, sondern auch die Haltbarkeit von Lebensmitteln extrem verlängert. Ursprünglich wurde Fermentation zum Haltbarmachen von Lebensmitteln und Speisen genutzt. Heute weiß man jedoch, das Fermentiertes gesünder ist und zudem noch superlecker schmeckt.

Wie funktioniert Fermentation und welche Arten der Fermentation gibt es?


Der Schlüssel zur Fermentation liegt in den Mikroorganismen, die in der Umgebung vorhanden sind oder absichtlich zugesetzt werden. Diese besagten Mikroorganismen wandeln Zucker und andere Kohlenhydrate in Alkohol, Säuren oder auch in erwünschte Gase um. Um Lebensmittel zu fermentieren, gibt es verschiedene Arten, die jeweils ein anderes Ergebnis hervorbringen. 

Hier sind einige der häufigsten Fermentationsprozesse:

Milchsäuregärung


Dies ist einer der bekanntesten Fermentationsprozesse. Bei der Milchsäuregärung verwandeln Milchsäurebakterien Zucker in Milchsäure. Dies ist der Prozess, der Joghurt, Sauerkraut und Kimchi entstehen lässt.

Alkoholische Gärung


Hier werden Hefen verwendet, um Zucker in Alkohol und Kohlendioxid umzuwandeln. Dies ist der Prozess, der Bier, Wein und andere alkoholische Getränke entstehen lässt.

Essigsäuregärung


Diese Art der Fermentation wandelt Alkohol in Essigsäure um, wodurch Essig entsteht. Essigsäurebakterien sind hierbei die Hauptakteure.

Hefegärung


Hefen können auch verwendet werden, um Teige aufgehen zu lassen, wie bei der Herstellung von Brot und anderen Backwaren.

Die Vorteile der Fermentation oder warum sollte man sich überhaupt mit Fermentation beschäftigen? 


Natürlich ist ein großer Vorteil der Fermentation das köstliche Ergebnis. Doch es noch viele andere Argumente für die Fermentation. Einige der Vorteile sind:

Eine verbesserte und längere Haltbarkeit der so behandelten Lebensmittel


Durch die Fermentation können Lebensmittel länger haltbar gemacht werden. Sie brauchen nach dem Prozess keinerlei Kühlung, ergo spart Fermentation zudem Energie und Geld ein. Sie unterstützt dabei, weniger Lebensmittel wegzuschmeißen!

Viele gesundheitliche Vorteile


Fermentierte Lebensmittel sind reich an probiotischen Bakterien, die die Darmgesundheit fördern und das Immunsystem stärken können. Du musst also keine teuren Probiotika mehr kaufen.

Erhebliche Geschmacksverbesserung


Fermentierte Speisen haben oft einen komplexen und einzigartigen Geschmack, der durch den Fermentationsprozess an sich entsteht. Auch die Textur verändert sich durch die Fermentation.

Wie du sehen kannst, ist Fermentation weit mehr als nur ein altertümlicher Prozess der Lebensmittelherstellung – es ist eine Kunst, die seit Jahrhunderten praktiziert wird und uns eine Vielzahl von köstlichen und nahrhaften Lebensmitteln bietet. Von Sauerkraut bis zu Sauerbier, die Möglichkeiten sind endlos. Also wage dich doch einmal selbst an die Fermentation und entdecke die Magie, die in jedem fermentierten Bissen steckt!

Scharfe Soße Fermentieren leicht gemacht


Für unser Rezeptfermentierte scharfe Soße ist besser“ haben wir koreanische scharfe Chilis so wie ganz normale Paprika benutzt. Jedoch steht es dir selbstverständlich frei die Chilis zu nehmen, die du gerne magst und die dir zur Verfügung stehen. Zudem benötigen wir für unsere Rezept fermentierte scharfe Soße auch Tomaten. Wer es nicht ganz so scharf mag, kann mehr Paprika und Tomaten nehmen. Soll die Soße jedoch richtig fetzen, kannst du einfach den Chili Anteil erhöhen oder generell schärfere Chillies wählen. 

Rezept und Zubereitung fermentierte scharfe Soße


Nun geht es an die Zubereitung.

Zunächst machen wir uns daran, die Chillies und Tomaten in kleine Stücke zu schneiden. Den Chili-Tomaten-Mix geben wir dann in ein Fermentierglas und schütten so viel Wasser darauf, dass der Tomaten-Chili-Mix komplett mit Wasser bedeckt ist.

WICHTIG: Verwende genügend Wasser, denn es darf kein Stück des Gemüses bei dem Fermentationsprozess mehr mit Luft in Berührung kommen!
Nun schauen wir, wie viel Gewicht der Mix hat. Notiere dir das Gewicht oder merke es dir gut! Zur Fermentation von scharfer Soße eignet sich jedes Gär- und Fermentationsgefäß oder auch große Bügelgläser. Den Trick, wie man ein Bügelglas zur Fermentation von scharfer Soße verwenden kann, werden wir dir selbstverständlich auch verraten.

Doch nun erstmal zurück zum Rezept „fermentierte scharfe Soße ist besser“ und der Zubereitung:

Im nächsten Schritt trennen wir das Gemüse und das Wasser wieder voneinander und schütten das aufgefangene Wasser in eine separate Schüssel. Nun heißt es ein wenig rechnen. 

Keine Angst, diese einfache Rechenaufgabe kann heutzutage jedes Handy für dich übernehmen. Wir fügen nun 2 Prozent des Gesamtgewichts an Salz zu dem Wasser hinzu und vermixen es gut. Danach dürfen die Chili-Tomaten wieder in das Glas. Dann gießen wir unsere 2-prozentige Salzlake sorgfältig darüber. 

Damit wirklich kein kleines Stückchen der Chillies oder der Tomaten mehr mit der Luft in Berührung kommen kann, verwenden wir Gewichte, um den Mix im Glas hinunterzudrücken und ein Aufschwimmen zu verhindern. Es empfiehlt sich die Verwendung von speziellen Gärgewichten, da diese leicht zu reinigen sind und das Fermentationsgut somit nicht verunreinigen können. 

Nun kommt der Gärverschluss auf das Fermentationsgefäß.

Jetzt müssen wir uns leider etwas in Geduld üben, denn die Fermentation von scharfer Soße benötigt Zeit. Wir stellen also unser Glas mit dem Mix aus Chillies, Tomaten und Salzlake bei Raumtemperatur für zirka zwei Wochen zur Seite. Zwischenzeitlich probieren wir immer mal wieder, wieweit der Fermentationsprozess fortgeschritten ist. 

Sind wir mit dem Geschmack zufrieden, geht es ans Verfeinern. Dafür seihen wir die Salzlake mit einem Sieb ab. Achtung, die Lake nicht wegschütten! Die fermentierten Chili- und Tomatenstücke füllen wir in einen Standmixer. Mit diesem pürieren wir den Mix, bis wir eine sämige, homogene Masse haben. Um die so gewonnene Masse noch schmackhafter zu gestalten, haben wir in diesem Beispiel eine Mango geschält, entkernt, grob gewürfelt und mit in den Mixer gepackt. Außerdem schmeckt frischer Knoblauch köstlich in der Soße. Wir haben ungefähr 2 Zehen benutzt. Aber auch da habt ihr nach Lust und Laune Handlungsspielraum. 

Sind alle Zutaten zusammen im Mixer, geben wir noch etwas von der aufgegangenen Salzlake mit dazu, damit die Soße nicht zu dick wird. Dann mixen wir wieder alles so lange, bis sich eine großartige Soße gebildet hat. Schon ist die fermentierte scharfe Soße fertig und kann in Flaschen oder Gläser abgefüllt werden.

Die gewonnene Salzlake eignet sich übrigens hervorragend, um Gurken oder andere Gemüsestückchen einzulegen. Das spart wiederum Zeit und Geld, denn nichts wird verschwendet. Natürlich kann man das Rezept nach eigenem Gutdünken abwandeln und für sich selbst ausprobieren. Du wirst begeistert sein von deiner eigenen fermentierten scharfen Soße! Denn fermentierte scharfe Soße ist einfach besser

Diese Zutaten brauchst du für die fermentierte scharfe Soße:


– Chillies nach Geschmack, gerne auch unterschiedliche Sorten
– Paprika (rot)
– Tomaten (hier kann man mehr Tomaten verwenden, wenn die Sauce nicht allzu scharf werden soll)
– Wasser (ausreichend!)
– Steinsalz
– Mango (1 Stück)
– Knoblauch (2 Zehen)

Zudem benötigst du ein großes Bügel-Glas oder ein spezielles Fermentationsgefäß. Außerdem Gewichte zum Beschweren des Fermentationsgutes. Eine Waage, eine Schüssel, ein Gummiband und etwas Geduld. Sobald die Soße fertig ist, brauchst du zudem Gläser oder Flaschen zum Abfüllen.

Fermentierte scharfe Soße ist einfach besser!


Wir hoffen, dass dir die fermentierte scharfe Chili-Soße schmeckt und du Lust bekommst, selbst auszuprobieren, wie Fermentation von scharfer Soße funktioniert. Deiner Fantasie sind bei der Herstellung keine Grenzen gesetzt. Probiere doch mal, wie die Soße mit verschiedenen Gewürzen oder Kräutern schmeckt! Auch Zwiebeln oder was immer du gerne magst, kannst du in die Soße geben. Du wirst dich wundern, warum die Fermentation von scharfer Soße einfach besser ist!

Viel Spaß beim Nachmachen! Bis zum nächsten Mal. Und guten Appetit. 


6 Antworten

  1. Hallo Ihr Beiden!
    Das Rezept gefällt mir, vielen Dank dafür. Habe ich es richtig verstanden, das Glas, Gemüse und Wasser, zusammen wiegen und davon 2% Salz ausrechnen?

  2. Hallo, vielen Dank für das Rezept. Allerdings ist mir nicht klar, ob das Glas mit dem Bügeldeckel damit für 1-2 Wochen geschlossen wird, oder ob man ein Leinentuch darüber spannt, damit das alles atmen kann oder muss ich das Bügelglas täglich einmal öffnen und eventuell entstehende Gas entweichen zu lassen? Ich hatte diese Frage schon mal in einem Kurs per Mail gestellt, diese wurde in den letzten zwei Wochen allerdings auch nicht beantwortet.
    Ich bin gespannt, was hier passiert. 😉

    1. Liebe Daniela,

      die Sauce wird nicht wirklich schlecht im eigentlichen Sinn, sie verändert sich – aber sie verderbt nicht oder wird schimmelig.

      Um positiv auf die Haltbarkeit oder Lebensdauer einzuwirken, kannst du sie im Kühlschrank lagern, sie nicht zu lange offen stehen lassen, nicht direkt aus dem Glas essen.

      Liebe Grüße
      Maria & Marco

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